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Ausbildung und Ehrenamt

Ausbildung und Ehrenamt

Hallo, ich heiße Chantal, bin 20 Jahre alt und habe im September 2021 mein duales Studium bei der Volksbank Franken eG begonnen. In meiner Freizeit engagiere ich mich ehrenamtlich schon seit vielen Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn. Ebenso bin ich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ortsverein Walldürn, tätig. Doch was bedeutet die Kombination von Ausbildung und Ehrenamt denn eigentlich für mich und meinen Alltag?

Freiwillige Feuerwehr und DRK

Es heißt vor allem eins: Üben, üben, üben, damit im Ernstfall alles sitzt. Alle zwei Wochen finden die Feuerwehrdienstabende statt, an den anderen Dienstagen dann die des DRKs. Nebenbei helfe ich montags und donnerstags bei der Kinder-und Jugendarbeit mit, um die Nachwuchsarbeit zu fördern. Dadurch gelingt es mir auch, Kinder von klein auf für die Arbeit im Ehrenamt zu begeistern.

Zusätzlich finden, meist an Wochenenden, noch Aus-und Weiterbildungen statt, die für uns unerlässlich sind und mir nicht nur privat einen Mehrwert bieten. So habe ich mich zum Beispiel direkt zu Beginn meiner Ausbildung als Ersthelferin gemeldet, um auch in der Bank schnell helfen zu können. Beim DRK gibt es zusätzlich Sanitätsdienste oder Aktionen wie Blutspenden oder Katastrophenschutzübungen, damit wir die Menschen in unserer Region unterstützen können.

Auch die körperliche Fitness sollte nicht zu kurz kommen, denn so eine Feuerwehr-Ausrüstung kann schon mal bis zu 30 kg wiegen.

Ausbildung und Ehrenamt: Wie funktioniert das?

Mein duales Studium darf natürlich nicht auf der Strecke bleiben und auch hierfür muss ich in meinem Alltag Platz schaffen. Freunde oder die Familie müssen dann das eine oder andere Mal zurückstecken und einen Tag länger warten, bis sie mich sehen.

Und dazwischen – von 0 auf 100 mit nur einem Piepsen des Melders. Alltag aus. Ab geht’s zum Feuerwehrhaus oder zur DRK-Garage und kurz mal eben eine Ölspur beseitigen, einen Mülleimer löschen, einen Patienten nach einem Verkehrsunfall versorgen oder sogar reanimieren. Danach geht’s dann meistens zum Lernen an den Schreibtisch, zurück ins Bett oder sonst wohin.

Ehrenamt ist Ehrensache

Vielleicht klingt das jetzt für einige von euch abschreckend, all das auch noch ohne Bezahlung zu machen. Aber wisst ihr, warum es das Ganze trotzdem wert ist? Zum einen sind es meine Kameradinnen und Kameraden, die wie eine zweite Familie geworden sind. Auf sie kann ich mich sogar nachts um drei Uhr bei null Sicht in einem Brandhaus verlassen.

Zum anderen für das kleine Lächeln und die Dankbarkeit, die bei Angehörigen und Patientinnen und Patienten mitschwingt. Aber auch der Respekt, der einem gegenüber erbracht wird, wenn man sein Bestes gibt und helfen konnte.

Was einer nicht schafft, das schaffen viele!

Diesen Satz hat Friedrich Wilhelm Raiffeisen schon vor fast 200 Jahren gesagt. Ich finde dieses Zitat beschreibt das Genossenschaftsprinzip ziemlich gut. Ehrlichkeit, Solidarität und Verantwortung sind Werte, die im täglichen Miteinander unablässig sind und die mein Arbeitgeber lebt. Bei uns zählen gegenseitige Unterstützung und Teamplayer-Mentalität!

Meiner Meinung nach kann jeder etwas für das gemeinsame Miteinander beitragen. Egal ob im Sportverein, im Altersheim, Tierheim oder wie ich bei der Feuerwehr oder dem Deutschen Roten Kreuz. Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt und jeder muss für sich herausfinden, was man gerne tun möchte.

Aber für mich ist Ehrenamt vor allem eines: EHRENSACHE!

Liebe Grüße

Chantal



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