Abenteuer mit großer Wirkung – Job-Shadowing in den USA

Stell dir vor, du steigst in ein Flugzeug, lässt deinen gewohnten Alltag für zwei Wochen hinter dir und landest plötzlich auf einem College-Campus in den USA – umgeben von neuen Menschen, einer anderen Kultur und jeder Menge neuer Erfahrungen. Genau das durften wir erleben und möchten dies gerne mit dir teilen.

Wir sind Lina (18) und Salome (22), Auszubildende zur Bankkauffrau im zweiten Ausbildungsjahr bei der VR Bank in Holstein eG. Als Gruppe von insgesamt zehn Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Ausbildungsbereichen der Beruflichen Schule Pinneberg nahmen wir an einem zweiwöchigen Job-Shadowing-Programm am NHTI-College in Concord, New Hampshire, teil.

Doch was ist eigentlich Job-Shadowing?

Beim Job-Shadowing begleitet man Menschen in ihrem beruflichen Alltag, schaut hinter die Kulissen und sammelt direkte Einblicke in Arbeitsabläufe und Aufgaben.

Der Kontakt zum College lief über unsere Schule, die ein solches Programm bereits zuvor organisiert hatte. Vor Ort hat das College die Organisation mit dem Betrieben, sowie den Transport übernommen. Auch bei der Vorbereitung wurden wir nicht allein gelassen. Unsere zwei begleitenden Lehrkräfte haben die Flüge gebucht und uns bei weiteren organisatorischen Themen wie dem Visum oder Check-Ins unterstützt.

Ausflug im Rahmen des Job-Shadowing-Programms: Gruppe Auszubildender sitzt auf einer Parkbank

Unser College-Life

Begonnen hat unser Aufenthalt mit einer Einführung in die Örtlichkeiten und Regeln des College-Campus-Lebens und den lokalen Gegebenheiten. Untergebracht waren wir auf dem Campus vom NHTI-College in Langley Hall mit Halbpension. Ein typischer Tag begann mit Frühstück in der Mensa, danach ging es mit dem Bus oder zu Fuß ins College, in Unternehmen oder zu anderen Programmpunkten.

Ab dem zweiten Tag erkundeten wir den amerikanischen Betriebs-, Geschäfts- und Arbeitsalltag in Kooperationsbetrieben an verschiedenen Orten in New Hampshire. Im Rahmen des Job-Shadowings haben wir Einblicke in ein großes Versicherungsunternehmen mit mehreren Standorten und in ein kleineres Investmentberaterunternehmen mit zehn Büros bekommen.

Gebäudefassade mit amerikanischen Flaggen

Neben den fachlichen Einblicken war aber auch die Reise selbst etwas ganz Besonderes. Eine positive Überraschung war für uns, wie offen und freundlich die Menschen vor Ort waren. Selbst im Supermarkt wurden wir gefragt, wie der Tag war, woher wir kommen und wie es uns gefällt. Ein besonderes Highlight war unser Ausflug nach Boston mit großen Gebäuden, kleinen süßen Läden und großen Malls.

Blick auf das Old State House in Boston

Das Motto von New Hampshire, das uns nicht so schnell aus dem Kopf gehen wird, lautet: „Live free or die.“ Dieses Gefühl haben wir dort oft erlebt – spontan sein, Neues ausprobieren und Chancen einfach nutzen.

Fazit

Für unseren Berufsalltag nehmen wir vor allem mit, offener auf Menschen zuzugehen, uns sprachlich mehr zuzutrauen und neue Situationen selbstbewusster anzunehmen. Sprachlich haben wir uns schon vorher recht sicher gefühlt, vor Ort hat sich unser Englisch noch einmal deutlich verbessert, da wir wirklich jeden Tag Englisch sprechen mussten. Eine Herausforderung für uns war, dass wir aufgrund unseres Blockunterrichts während der Reise verpassten Stoff parallel und direkt danach nachholen mussten. Hierbei wurden wir aber von Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und unserem Betrieb unterstützt.

Als wir am Ende im Bus zurück zum Flughafen saßen, wussten wir: Diese Reise hat sich komplett gelohnt. Wir sind ohne große Erwartungen gestartet, aber mit vielen Erlebnissen, neuen Freundschaften und wertvollen Erfahrungen zurückgekommen. Deshalb können wir dir nur raten, solche Chancen zu nutzen. Trau dich und nimm jede Möglichkeit mit – denn so eine Erfahrung bekommt man vielleicht nur einmal im Leben.

 



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