Stephanie vor dem Volksbanken Logo

Quereinstieg mit Zukunft

Eigentlich wollte ich nie in die Bank. Wenn man mir vor fünf Jahren gesagt hätte, dass ich genau dort lande und auch noch glücklich dabei bin, hätte ich vermutlich ungläubig gelacht. „Das passt doch gar nicht zu mir. Bank ist zu spießig, zu steif, zu trocken“ – dachte ich. Heute weiß ich: Es passt perfekt.

Hey, ich bin Stephanie, 30 Jahre alt, Mutter eines sechsjährigen Sohnes, verbringe viel Zeit mit meinen Pferden, singe in einer Band – und arbeite in der Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG. Ursprünglich bin ich gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und habe bei einem Mineralölgroßhändler im Vertrieb gearbeitet. Nach der Elternzeit merkte ich schnell, dass die alten Arbeitszeiten und Anforderungen nicht mehr zum Leben mit Kleinkind passten. Und in der reinen Sachbearbeitung, die ich dann in einem Autohaus fand, fehlte mir der Kundenkontakt. Eines Tages habe ich zufällig auf Facebook eine Anzeige der Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG gesehen, die sich explizit an Quereinsteigende für Servicetätigkeiten ohne Bankausbildung richtete. Keine zwei Wochen später saß ich im Bewerbungsgespräch. Schon sehr kurz danach hatte ich eine Zusage.

Linksbündig ein Stellengeuch mit dem Portrait einer VR-Bank Mitarbeiterin. Rechtsbündig das Gesuch als Text in einem Handy

Hatte ich Angst? Ehrlich gesagt: Ja. Mit Ende 20 und Kleinkind nochmal komplett neu anzufangen und die Komfortzone zu verlassen, kostet Überwindung. Mein Umfeld, vor allem meine Familie, hat aber großartig reagiert. Sie wussten, dass ich den Kontakt zu Menschen brauche.

Wie kann man sich den Quereinstieg vorstellen?

Ungefähr dreieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass ich als Bank-Neuling in der Volksbank angefangen habe. Ein strukturiertes Quereinstiegsprogramm habe ich damals nicht durchlaufen – auch wenn es das inzwischen in unserer Bank gibt. Mittlerweile hospitieren Quereinsteigende bei uns in verschiedenen Bereichen und erhalten themenspezifische Crashkurse.

Aufgrund meines Wunsches, in Teilzeit zu arbeiten, bin ich zu Beginn nicht in eine Filiale vor Ort gegangen, sondern ins KundenDirektTeam (KDT): die telefonische Filiale unserer Bank. Hier bin ich direkt ins kalte Wasser gesprungen, denn dort laufen sehr viele Fragen von Kundinnen und Kunden auf. Im KDT bearbeiten wir diese so, dass wir die Anliegen meist direkt beim ersten Anruf vollständig klären. Als Quereinsteigerin hatte ich wenige Vorkenntnisse zu Bankthemen, saß aber schon nach wenigen Tagen selbst am Telefon.

Ich hatte in meinem Quereinstieg ein großartiges Team um mich herum, eine Abteilungsleiterin, die mich stark gefördert hat, und einen Paten, der mir für Fragen und Hilfestellungen immer zur Verfügung stand. Das gab mir Sicherheit und einen guten Start. Dank meiner Ausbildung im Großhandel fand ich mich schnell in die komplexen Abläufe. Es war eine anstrengende Einarbeitung, aber auch immer vielseitig und interessant.

Stephanie mit Headset vor einem PC

Arbeit und Ausbildung parallel – viel zu tun und wenig Schlaf. Aber das hat sich gelohnt!

Nach etwa einem Jahr bin ich intern in die KDT-Kundenberatung gewechselt. Was war jetzt anders? Ich konnte unsere Kundschaft nun auch digital per Video beraten.

Parallel zur praktischen Einarbeitung hatte ich die einjährige Fortbildung „Bankassistenz“ an der GenoAkademie begonnen. Das sollte mich auch auf die Beraterpässe vorbereiten, die meine fachliche Qualifikation als Beraterin nachweisen. Die anschließende IHK-Ausbildung zur Bankkauffrau, die noch einmal ein Jahr länger dauert, war ursprünglich nicht geplant. Mit der Idee kam ich von meinem ersten Seminar in Baunatal zurück und wurde direkt unterstützt – bankseitig und auch innerhalb der Familie. Für mich bedeutete das jede Menge mehr Lernaufwand und natürlich auch mehr Prüfungen.

Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich das sicher nicht geschafft. Ebenso bin ich sehr dankbar, dass mir meine Abteilungsleiterin und meine Volksbank immer den Rücken gestärkt und vieles ermöglicht haben – zum Beispiel Freiräume fürs Selbststudium. Im Dezember 2024 habe ich die Prüfung zur Zertifizierten Bankassistentin abgeschlossen, im Januar 2026 dann die IHK-Prüfung zur Bankkauffrau.

Stephanie nach bestandener Prüfung mit Blick in die Kamera, eine Urkunde in der einen und einen Blumenstrauß in der anderen Hand

Stillstand? Nicht mit mir

Bei mir wird es nie langweilig. Nach Ausbildungsabschluss haben sich für mich neue Türen geöffnet, wodurch ich nun aus dem KDT-Team heraus in unsere Filiale nach Uchte wechsle, um Kundinnen und Kunden vor Ort zu betreuen. Für mich ist das eine tolle Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und mich fachlich weiterzuentwickeln.

Parallel zu diesem Neustart habe ich die Möglichkeit bekommen, an einem 18-monatigen Programm zur Persönlichkeitsentwicklung bei uns in der Bank teilzunehmen. Ich freue mich darauf, in meine neue Rolle reinzuwachsen und auf alles, was noch vor mir liegt. Wer weiß, wohin mich mein Weg in der Volksbank noch führt.

Was ich anderen raten würde, die einen Quereinstieg wagen wollen?

Einfach machen. Es ist nicht immer leicht, die eigene Komfortzone zu verlassen und Dinge auszuprobieren, die auf den ersten Blick gar nichts für einen zu sein scheinen. Aber genau darin liegt für uns alle die Chance, zu wachsen.

 



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