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Bankausbildung in Zeiten von Corona

Hallo! Ich bin next-Botschafter Max, 18 Jahre alt, im zweiten Ausbildungsjahr und derzeit im Firmenkundenbereich der Raiffeisenbank Neumarkt eingesetzt.

Vieles hat sich verändert, keine Frage. Seien es die Hobbies, die Schule, die Arbeit, die Freunde oder die Familie. Kein Lebensbereich bleibt verschont. Doch was ist mit den Banken? Wie fühlt es sich an, in diesen außergewöhnlichen Zeiten, eine Ausbildung bei einer Bank zu machen? Das möchte ich euch gerne mit diesem Beitrag zeigen.

Die Auswirkungen des Coronavirus‘ sind überall spürbar. Auch eine vergleichsweise kleine Stadt lässt das nicht kalt und die Sorgen um das Thema nehmen zu. Auch Banken müssen sich auf die veränderte Situation einstellen.

Der Bus, mit dem ich jeden Tag als einziger Fahrgast zur Arbeit fahre.

Während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann durchlaufe ich die verschiedensten Abteilungen. Zurzeit bin ich in der Firmenkundenabteilung eingesetzt und in keinem anderen Bereich der Bank könnte es jetzt wahrscheinlich spannender sein. Zusammen mit dem Auslandsgeschäft ist diese in Krisenzeiten eine tragende Abteilung. Ich erlebe hier hautnah, wie die Bank Maßnahmen zur Risikominderung von Infektionen beschließt und Firmenkundenberater versuchen, in Not geratenen Unternehmen aus der Krise zu helfen. Wenn man abends Nachrichten schaut, versteht man plötzlich richtig was von den aktuellen wirtschaftlichen Themen und kratzt nicht nur an der Oberfläche. Ich erledige zurzeit das, was unsere Firmenkundenbetreuer aufgrund des Mehraufwands durch Kreditanfragen nicht mehr bewältigen können. Das sind vor allem klassische Servicetätigkeiten, nur ohne Kunden. Aufträge kommen derzeit fast ausschließlich telefonisch oder schriftlich rein.

Was bedeutet die aktuelle Situation für uns Azubis? Wir stehen derzeit vor der Mammutaufgabe ganze Wochen ausgefallener Berufsschule aufzuarbeiten. Fast jeden Tag gehen Mails von Lehrern ein mit neuen Inhalten oder Aufgaben zu diversen Themen in insgesamt elf verschiedenen Schulfächern. In der gleichen Zeit muss für kommende Prüfungen gepaukt werden. Unterstützung bieten uns hier Bücher, Kollegen und die „digitale Berufsschule“. Auch Lehrer haben ihre Hilfe angeboten. Mittlerweile wurde in meiner Bank ein Tag pro Woche eingeräumt, bei dem wir zuhause bleiben und lernen können.

Einige Kollegen sind derzeit im Home Office.

Unsere Bank schließt derzeit aus Sicherheitsgründen sämtliche Filialen, während etliche Anträge für staatliche Hilfen eingehen. Natürlich werden bei uns auch die Empfehlungen befolgt, um Infektionen zu vermeiden. Das heißt: Überall wurde Desinfektionsmittel bereitgestellt, kein Händeschütteln, Abstand halten, kein gemeinsames Essen. Einige meiner Kollegen sind derzeit im Home Office, während andere in anderen Abteilungen unterstützen.

Dennoch: Wir machen weiter. Wir suchen nach anderen Möglichkeiten, um eine hochwertige Beratung zu ermöglichen und nutzen dafür vor allem unsere digitalen Kanäle. Genossenschaftliche Werte sind es, die die Volksbanken Raiffeisenbanken ausmachen: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarität gegenüber unseren Kunden. Diese Attribute werden von jedem Einzelnen von uns gelebt. Gerade jetzt in dieser herausfordernden Zeit sind sie wichtiger denn je.

Leere Parkplätze vor der geschlossenen Zweigstelle, die sonst alle voll belegt sind.

Erst vor Kurzem startete die neue Werbekampagne der Volksbanken Raiffeisenbanken und sie strahlt vor allem eines aus: Zuversicht. In nur drei Worten drückt sie aus, was ich mit diesem Text aussagen will: Morgen kann kommen. Denn wir schaffen das gemeinsam.

 

Maximilian Knack

 

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