Ausbildung statt Studium

Hallo ihr lieben Nextler,

oft wird mir die Frage gestellt, was ich vor der Ausbildung gemacht habe. Viele machen ja nach der Schule ein FSJ, gehen auf Reisen oder arbeiten als Au Pair in einem anderen Land. Das hört sich alles super spannend an, aber mein Jahr vom Ende der Schule bis hin zum Anfang der Ausbildung war mindestens genauso spannend und hilfreich für meine eigene Entscheidungsfindung. Denn wer weiß schon genau, was er nach dem Abi für den Rest seines Lebens machen will?

Aber jetzt erstmal zu mir. Ich heiße Paulina Müller, bin 22 Jahre alt und mache eine Ausbildung bei der Mainzer Volksbank eG. Bevor ich mich dazu entschieden habe eine Ausbildung zur Bankkauffrau zu machen, habe ich für ein Semester an einer Hochschule das Fach „Gesundheitsbezogene soziale Arbeit“ studiert. Nach dem Abitur dachte ich, dass ich unbedingt studieren muss, weil einfach alle meiner Freunde sich an der Uni angemeldet hatten. Da ich mit der Anzahl an verschiedenen Studiengängen total überfordert war und es für mich auch nicht in Frage kam weit weg zu ziehen, habe ich mich auf die Unis in meiner Heimat beschränkt. Dort habe ich mich dann für eine kunterbunte Mischung von Studiengängen wie Jura, Erziehungswissenschaften und Soziale Arbeit beworben. Letztendlich habe ich mich dann für den bereits genannten Studiengang entschieden und war in den ersten Wochen auch noch ganz begeistert und auch gespannt auf die neue Zeit, die jetzt kommen sollte.

Leider ist diese anfängliche Euphorie schnell verflogen, da mir die Themen zu schwammig waren und ich mich zwischen den ganzen Studenten, welche alle entweder mal ein FSJ in einem Haus für Menschen mit Behinderung gemacht oder schon eine Weiterbildung als Sozialassistent hatten, unwohl und fehl am Platz gefühlt habe. Aber die simulierten Beratungssituationen fand ich sehr spannend. Dadurch habe ich schnell gemerkt, dass mir das Thema Beratung viel Spaß macht. Kurz vor den Prüfungen habe ich mich dann nach anderen beratenden Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten umgeschaut, da meine Unzufriedenheit immer größer wurde.

Über die Homepage und die generelle Präsenz der Mainzer Volksbank eG in meiner Region, habe ich mich dazu entschlossen mich dort um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Es hat mich direkt fasziniert, was man alles während einer Ausbildung erlernt, und dass man direkt in den Alltag und die Arbeit in der Bank einbezogen wird. Ich finde es auch super spannend, dass man so viele Fachabteilungen während der ganzen Ausbildung besucht und somit das große Spektrum des Jobs vermittelt bekommt.

Auch das Thema Beratung wird bei den Volksbanken großgeschrieben. Das war ein weiterer Punkt warum ich mich beworben hatte, da ich ja aus meinem Studium wusste, dass mir das Thema viel Spaß macht. Mitten in der Prüfungsphase in der Uni hatte ich dann noch meine einzelnen Bewerbungsgespräche mit der Ausbildungsleiterin, dem Personalleiter und dem Vorstand. Am Ende des ganzen Durchlaufs war ich mehr als glücklich, dass ich meinen Ausbildungsplatz in der Tasche hatte und wusste, dass die Zeiten des Studierens zu Ende sein würden.

Heute kann ich mit einem Lächeln im Gesicht sagen, dass meine Entscheidung das Studium zu beenden und eine Ausbildung zu beginnen für mich persönlich die Beste war. Ich habe mich während der Ausbildung persönlich sehr stark weiterentwickelt und bin dankbar diese Möglichkeit bekommen zu haben. Trotzdem muss ich auch sagen, dass ich nach meiner Ausbildung doch nochmal studieren möchte. Diesmal allerdings mit einer klaren Vorstellung in welche Richtung es für mich in der Bankenwelt weitergehen soll. Studieren geht übrigens auch sehr gut berufsbegleitend, über die Möglichkeiten könnt ihr euch hier informieren.
Eine Ausbildung ist jedenfalls ein super Einstieg in das Berufsleben und ein Grundbaustein, auf dem man weiter aufbauen kann. Sei es durch ein Studium oder eine Weiterbildung.

Was ich euch auf den Weg geben möchte: Hört auf euer Bauchgefühl und tut das, was jetzt an diesem Zeitpunkt in eurem Leben für euch das Richtige ist. Es gibt keine Fehlentscheidungen, sondern nur andere Wege, die dich letztendlich auch weiterentwickeln und zum Ziel bringen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und besser man probiert einiges aus als gar nichts zu machen.

Es ist nie zu spät etwas Neues anzufangen!

Liebe Grüße,
Paulina

 

 

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