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Ausbildung mal anders

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute gerne von meinem Praktikum bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH) in Luxemburg erzählen. Wie es dazu kam und was ich dort erlebt habe? Lest selbst…

Viele denken, dass sich die Ausbildung zum Bankkaufmann nur auf die lokale Region und auf das Geschäft vor Ort bezieht. Ein Einblick in andere Bereiche/ Finanzinstitute oder ein Aufenthalt im Ausland sind doch gar nicht möglich! Oder vielleicht doch?! 😉 Ich habe selbst tatsächlich erst im Oktober 2017 durch eine Berufsschullehrerin von der Möglichkeit eines Auslandspraktikums erfahren. Ich war natürlich direkt Feuer und Flamme! Zum Glück konnte ich meinen Ausbildungsbetrieb, die Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG, von meinem Vorhaben überzeugen. Mit der Freistellung in der Hand ging es nun daran einen Praktikumsbetrieb zu finden. Die Bewerbungen gingen raus und dann hieß es warten, warten, warten… . Es ist leider gar nicht so einfach, als Azubi ein vierwöchiges Praktikum in der Finanzbranche im Ausland zu bekommen. In der Wartezeit habe ich schon an einer Bewerberrunde für das Praktikum teilgenommen, da dieses im Rahmen von Erasmus+ stattfand und mit Fördermitteln unterstützt wurde. Auch durch dieses bin ich durchgekommen und es fehlte mir „nur noch“ ein Betrieb. Kurz vor der zeitlichen Deadline bekam ich einen Anruf von der Niederlassung der BSH in Luxemburg. Nach einem kurzen Gespräch war der Praktikumsplatz in trockenen Tüchern und meine Freude riesig. Ich darf vier Wochen nach Luxemburg! 🙂

Mitte Mai begann dann endlich meine „kleine Reise“, für deren Dauer ich mir ein Zimmer gemietet habe. Ich machte mich natürlich sofort auf den Weg, um die Stadt zu erkunden, in welcher ich zuvor noch nicht gewesen war. Luxemburg hat mir auf Anhieb gefallen! Die Kombination aus alt und modern, sowie die vielen kulturellen Einflüsse aus den verschiedensten Zeitepochen spiegeln sich in einem idyllischen Stadtbild wieder. Es war aber auch nicht schwer zu erkennen, dass in dieser Stadt eine Menge Geld sitzt. Nach einer 6-stündigen Erkundungstour hatte ich für den ersten Tag genug gesehen und freute mich auf den Beginn des Praktikums!

Die Niederlassung der BSH befindet sich im Gebäude der DZ-Privatbank in Strassen. Die Kollegen, bestehend aus zwei Innendienstmitarbeiterinnen und 18 Außendienstmitarbeitern-/innen, waren sehr zuvorkommend, haben mich gut aufgenommen und sofort integriert. Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Da die meisten Mitarbeiter Pendler aus Deutschland sind, gab es sprachlich keine Probleme. Im Vorfeld hatte ich etwas Bedenken, da ich kein französisch spreche. Gerade französisch hat sich mittlerweile im Geschäftsalltag als Hauptsprache durchgesetzt, was an den zahlreichen Pendlern aus Frankreich und Belgien liegt.

Die ersten Tage des Praktikums habe ich im Innendienst verbracht und viele Grundlagen über die Arbeiten der BSH in Luxemburg gelernt. Von steuerlicher, rechtlicher und tariflicher Seite gibt es doch zahlreiche Unterschiede. So kann man beispielsweise über Bausparverträge Steuern sparen. Auch an die Vertragsgrößen musste ich mich erst einmal gewöhnen, da diese im Vergleich zu Deutschland meistens größer sind. Das ist den hohen Immobilienpreisen zuzuschreiben.

Im weiteren Verlauf des Praktikums habe ich zwischen dem Innen- und Außendienst gewechselt. Ich durfte einige Kollegen mit auf die Filialen der Partnerbanken, mit denen die BSH in Luxemburg zusammenarbeitet, begleiten. Dadurch habe ich viele Gebiete Luxemburgs kennengelernt, was echt super war. Auf den Filialen habe ich den Beratungsgesprächen als neutraler Beobachter beiwohnen dürfen und konnte so zusätzliche Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Außerdem konnte ich so mehr Einblicke in die Produkte und Beratungsbereiche bekommen.

Neben dem Einsatz im Innen- und Außendienst durfte ich an Beraterworkshops (Berater aus Retail- und Private Banking) bei der BGL/BNP Paribas teilnehmen, welche in Kooperation mit der BSH stattgefunden haben. Dort ging es thematisch um das Einsparen von Steuern durch Bausparverträge und die TA-Darlehen (Tilgungs-Aussetzungs-Darlehen), welche hier sehr beliebt sind. Außerdem wurden die teilnehmenden Berater-/innen auch im Vertrieb dieser Produkte geschult. An einigen Übungen dieser Workshops durfte ich sogar mitarbeiten und konnte somit meine Kompetenzen erweitern.

Nach Feierabend habe ich meistens noch bei einem Spaziergang die Umgebung erkundet. Wer jetzt denkt, dass am Wochenende nur Entspannung angesagt war, der liegt falsch. Vier Wochen sind nicht so lang wie man im ersten Moment vermutet, weshalb ich immer auf Erkundungstour war. Viele Sehenswürdigkeiten, Museen, die Landschaft und natürlich auch die Stadt Luxemburg selbst standen auf meiner To-Do-Liste.

Alles in allem waren es vier spannende Wochen, die ich nicht vergessen werde und ich nicht missen möchte. Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen und wurde durch dieses Erlebnis definitiv bereichert. Am besten haben mir die vielen Beratungsgespräche und der Austausch mit den Kollegen gefallen. Nach Luxemburg möchte ich auf jeden Fall wiederkommen. Dann aber mit ein paar Französischkenntnissen. 😉

Wie ihr sehen könnt, ist die Ausbildung nicht nur einseitig. Es werden einem je nach Bank und Berufsschule tolle Möglichkeiten geboten!

Bis dahin,

Moritz

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