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Es ist nie zu spät, neu anzufangen: Interview mit einem Quereinsteiger

Hi, ich bin Lara -ein paar von euch kennen mich vielleicht schon- 19 Jahre alt und Auszubildende bei der VR Bank Bamberg-Forchheim. ,,Wenn nicht jetzt, wann dann!“ – genau das hat sich mein Kollege Benjamin Kratzer vor vier Jahren gedacht, als er sich mit Anfang 30 dazu entschieden hat, einen neuen Weg einzuschlagen und eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu machen. Was ihn dazu bewegt hat und wie er seine Ausbildungszeit als etwas älterer Azubi erlebt hat, das erfahrt ihr in meinem Interview. Also viel Spaß beim Lesen!

Frage: Bitte stell dich der next-Community kurz vor!

Antwort: Hi, ich bin der Benjamin Kratzer, 35 Jahre alt, Familienvater, komme aus der Nähe von Forchheim und bin seit 2018 Privatkundenberater bei der VR Bank Bamberg-Forchheim in unserer Filiale in Hallerndorf.

Frage: Wie sah dein bisheriger beruflicher Werdegang aus?

Antwort: Nach meiner Schulzeit habe ich erst einmal eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht, um danach als Kaufmännischer Angestellter in unserem Familienbetrieb hier in der Region zu arbeiten. 2016 habe ich dann meine Ausbildung zum Bankkaufmann hier bei der VR Bank (damals noch Volksbank Forchheim) begonnen. Da ich ja schon etwas älter war, habe ich mich dazu entschlossen, die Ausbildung auf 2 Jahre verkürzt und ohne Berufsschule zu machen. Die theoretischen Ausbildungsinhalte habe ich dabei dann in Form von mehreren Seminaren der Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) in Beilngries vermittelt bekommen. Im Januar 2018, also knapp 4 Monate vor meiner Abschlussprüfung, habe ich dann meine Stelle als Privatkundenberater im wunderschönen Hallerndorf angetreten, worüber ich bis heute sehr froh bin. Im Dezember 2019 habe ich mich dann dazu entschlossen, neben der Arbeit eine Weiterbildung zum Bankfachwirt zu machen.

Frage: Du hast dich mit Anfang 30 dazu entschlossen neu anzufangen. Warum?

Antwort: Da unser Familienbetrieb 2016 aufgegeben wurde, hatte ich zu diesem Zeitpunkt während meiner Elternzeit die Gelegenheit, mir nochmal Gedanken über meine berufliche Zukunft zu machen. Dabei bin ich dann zufällig im Internet auf eine Anzeige der VR Bank gestoßen, wo explizit nicht ,,nur“ nach Auszubildenden, sondern auch nach Berufsumsteigern gesucht wurde. Da ich mir damals nach meiner Schulzeit schon gut eine Bankkaufmännische Ausbildung vorstellen konnte, habe ich mir gedacht ,,wenn nicht jetzt, wann dann?“ und mich direkt beworben.

Frage: Warum hast du dich gerade für die Ausbildung zum Bankkaufmann entschieden? Warum gerade für die VR Bank Bamberg-Forchheim?

Antwort: Ehrlich gesagt war es wie eben schon erwähnt eher ein glücklicher Zufall, dass ich genau zur richtigen Zeit auf die Anzeige der Volksbank Forchheim (jetzt VR Bank Bamberg-Forchheim) gestoßen bin. Da ich mich aber schon immer für Finanzen und Kapitalmärkte interessiert habe, und mir ja, wie gesagt, auch direkt nach der Schule eine Ausbildung zum Bankkaufmann hätte vorstellen können, wusste ich, dass ich diese Chance jetzt nutzen muss! Und da hat mir die Volksbank Forchheim als regionale Bank vor Ort mit ihrer Suche nach Berufsumsteigern die perfekte ,,Vorlage“ gegeben.

Frage: Wie hat dein Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte) auf deine Entscheidung reagiert? Hattest du selbst auch ,,Angst“ vor diesem Schritt?

Antwort: Angst hatte ich nicht, ich wusste ja, dass ich beruflich jetzt einen neuen Weg einschlagen muss und ein Studium war mir da in meiner Situation als Vater finanziell zu ,,wackelig“. Die Chance, nochmal eine Ausbildung zu machen, konnte ich aber auch nur nutzen, da meine Frau ein volles Einkommen hat und wir somit auch mit meinem AzubiGehalt keine Probleme bekommen haben. Die Reaktionen meines Umfeldes waren eigentlich durchweg positiv. Klar gab es auch das ein oder andere Vorurteil wie: Warum Banker? Das ist doch total trocken, man sitzt nur rum und rechnet. Aber davon habe ich mich nicht beeindrucken lassen.

Frage: Bist du zufrieden mit deiner Entscheidung? Wenn ja – wieso? Hast du es dir in der Bank so vorgestellt?

Antwort: Zufrieden? Ja auf jeden Fall! Ich habe meine Entscheidung bisher nicht bereut!
Die Arbeit hier bei der VR Bank vereint für mich einfach viele Punkte, die mir sehr wichtig sind und mir immer wieder bestätigen, dass meine Entscheidung, zur VR Bank zu gehen, genau die richtige war. Zum einen interessierten mich Anlagethemen schon immer, zum anderen liebe ich den Umgang mit unseren Kunden, das nähere Kennenlernen, Begleiten, Weiterhelfen und die Tatsache, dass ich sie durch meine individuellen Lösungen glücklich machen kann. Noch dazu kommt, dass ich hier in Hallerndorf ein super cooles, lockeres Team habe, was den Arbeitsalltag extrem aufwertet und auch einer der Gründe ist, warum ich seit vier Jahren jeden Tag gerne zur Arbeit gehe. Das Bankerleben an sich habe ich mir eigentlich immer viel förmlicher und starrer vorgestellt. Ich hätte nie gedacht, dass man hier in der Bank zu seinen Vorgesetzten und Kollegen so gute, ich würde sagen eher freundschaftliche Beziehungen pflegen, und dass man auch zum Vorstand so direkte Berührungspunkte im Arbeitsalltag haben kann. Das ist, denke ich, auch ein Punkt, der die VR Bank Bamberg Forchheim auszeichnet und den ich sehr schätze.

Frage: Was hat dir an deiner Ausbildung am besten gefallen?

Antwort: Am besten finde ich es, dass wir während der Ausbildung viele verschiedene Filialen und interne Abteilungen durchlaufen. So lernen wir viele Kollegen und das gesamte Bankgeschehen kennen und ein schöner Nebeneffekt ist, dass das die Ausbildungszeit auch sehr kurzweilig macht. Was die Ausbildung bei uns auch ausmacht ist, dass wir schon während der Ausbildungszeit viel Wertschätzung und Feedback bekommen. Ich wusste so immer genau, wo ich gerade stehe.

Frage: War es schwer für dich, dich in deinen Ausbildungsjahrgang zu integrieren?

Antwort: Nein, ganz und gar nicht! Ich habe immer gern was mit den anderen Azubis gemacht, vor allem auf unseren Seminaren in Beilngries hatten wir immer viel Spaß zusammen. Ich unternehme sowieso gerne was mit Jüngeren, auch privat. Außerdem fühle ich mich selbst noch gar nicht so alt und werde auch meistens immer etwas jünger als 35 geschätzt; außer – fun fact – auf unserem ersten Seminar in Beilngries, als ich anfangs von den anderen Teilnehmern gesiezt wurde :-D.

Frage: Was würdest du anderen Menschen raten, die sich mit über 30 beruflich nochmal neu orientieren wollen?

Antwort: Mit 30 hast du noch mehr als dein halbes Berufsleben vor dir. Es macht keinen Sinn, etwas zu machen, nur damit man es macht. Wenn einen der Job, den man gerade macht, nicht mehr erfüllt, muss man sich einfach trauen, aus dem bequemen und gewohnten Alltag auszubrechen und eine neue Richtung einschlagen, auch wenn es anfangs nicht leicht ist. Aber glaubt mir, es lohnt sich! Ich würde es definitiv jeder Zeit wieder tun!

 

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