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Kind und Karriere – kein Widerspruch!

Hallo liebe next Community!

Mein Name ist Deborah, ich bin 22 Jahre alt und habe eine 3-jährige Tochter. Bis vor kurzem war ich Auszubildende Finanzassistentin bei der Volksbank Nordschwarzwald eG in Pfalzgrafenweiler. Erst vor einigen Wochen habe ich meine Ausbildung in Vollzeit erfolgreich beendet. Worüber ich sehr froh bin! 😊

Mein Tag startet in der Regel gegen 7 Uhr. Dann heißt es anziehen, frühstücken, Vesperbrote richten, Windeln wechseln und natürlich die Versorgung der Kuscheltiere, die auf gar keinen Fall fehlen darf. Danach geht es ab in die Kita und das Ganze natürlich in unter 60 Minuten, damit um 8 Uhr wie gewohnt der Schalter öffnen kann.

Für einige von euch mag sich ein solcher Start in den Tag wahnsinnig stressig anhören, aber für mich ist es ein ganz normaler Morgen, wie jeder andere auch. Meine Tochter kam schon vor meinem Ausbildungsbeginn auf die Welt. Natürlich habe ich mich damals gefragt, wie ich mich beruflich nach meinem Abitur ausrichten möchte.

Ich habe mich damals für eine Ausbildung bei der Bank entschieden, weil ich kaufmännische Grundlagen erlangen und zudem in Kontakt mit Menschen stehen wollte. Die Ausbildung als Bankkauffrau mit Zusatzqualifikation zur Finanzassistentin bot sich hierbei perfekt für mich an, da ich mein Abitur als Voraussetzung für diese Ausbildung nutzen konnte und zwei Jahre Ausbildungszeit super kurz sind.

Nach meiner mündlichen Abschlussprüfung im Juli 2019 ging es für mich ins Marketing, was absolut meinen Wünschen und Vorstellungen entsprach. Um Arbeit und Familie besser vereinbaren zu können, arbeite ich hier nun 70 % und bin in meiner Arbeit sehr flexibel. Mein Schwerpunkt ist hierbei der Bereich Jugendmarketing und der Aufbau von Social Media.

Ich finde es ist wirklich ein Privileg, dass ich von meiner Bank die Möglichkeit bekommen habe, auch mit Kind eine Ausbildung machen zu dürfen. Mir wurde viel anfängliche Skepsis entgegengebracht, ob ich dies überhaupt alles unter einen Hut packen könne. Durch mein Organisationstalent und meine Präsenz bei der Arbeit konnte ich diese Vorurteile jedoch Stück für Stück abbauen und das Vertrauen wurde immer stärker. 😊

Ich bin ganz ehrlich: Es bedarf wahnsinnig viel Disziplin nachts zu lernen, wenn das Kind schläft und alles so zu organisieren, dass man trotz Vollzeitausbildung genug Zeit für das Kind findet. Oft war ich abends wirklich platt oder schlief einfach über meinen Schulunterlagen beim Lernen ein. Meine Familie war mir hierbei eine große Unterstützung und ich konnte immer auf sie zählen, wenn abends Kundentermine anstanden und die Kita schon geschlossen hatte.

Eine Ausbildung mit Kind ist eine Herausforderung, mit der man in der ein oder anderen Sache kürzertreten muss. Dennoch ist es mit der Unterstützung von Familie, dem Betrieb und viel Disziplin und Eigeninitiative möglich, dies zu meistern.

Ich würde jungen Müttern in dieser Situation unbedingt zu einer Berufsausbildung raten, sei es in Teil- oder in Vollzeit. Auch wenn man noch sehr jung ist, müssen Kompetenzen erlangt werden, um später, wenn das Kind größer ist, mit beiden Beinen im Berufsleben stehen zu können.

Es ist hierbei wahnsinnig wichtig mit dem Betrieb offen und ehrlich zu kommunizieren und auch direkt im Bewerbungsgespräch mit offenen Karten zu spielen, denn nur so kann der Betrieb Verständnis und Rücksicht aufbringen. 🙂

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